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Katharina Brichetti, Dr.-Ing. habil.

 

Veröffentlichte Bücher:

Berlins neue Mitte.

Ein Führer durch die wiedervereinigte Stadt, Erfurt 2011.

Die habilitierte Architektin Katharina Brichetti, Lehrbeauftragte im TU-Fachgebiet Baugeschichte, lädt zu einem Spaziergang durch Berlin und durch die Geschichte der Stadt ein: Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor, Friedrichstraße, Leipziger Platz, Potsdamer Platz, Alexanderplatz. Diese weit über die Stadt hinaus bekannten Orte erzählen berlinische, preußische, deutsche Geschichte und damit auch Weltgeschichte. Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 und der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurden diese Plätze wiederaufgebaut, umgebaut und neu gestaltet. Diese Neukonstruktion der Berliner Mitte hat die Autorin kritisch unter die Lupe genommen. Großformatige Fotos unter anderem von dem renommierten Kunst-, Architektur- und Natur-Fotografen Harf Zimmermann lenken den Blick auf faszinierende gestalterische Details und städtebauliche Elemente.

Sutton-Verlag, ISBN 978-3866807983, Erfurt 2011, 1. Auflage, Gebunden, 118 Seiten, 70 Farbabb.

Die Paradoxie des postmodernen Historismus.

Stadtumbau, Ensembleschutz, Städtebauliche Denkmalpflege und Kritische Rekonstruktion vom 19. bis 21. Jahrhundert, Berlin 2009.

Die Debatte um den postmodernen Historismus ist kein typisch deutsches Problem, sondern wird international geführt. Die Wiederbesinnung auf das Historische entwickelte ein ambivalentes Verhältnis von Geschichtsherstellung durch nicht authentische Rekonstruktionen und gleichzeitige Zerstörung denkmalschutzwürdiger Gebäude. Dieses relativierende Geschichtsverständnis wird in einem allgemeinen baugeschichtlichen Rahmen untersucht. Hierbei werden Historismus und postmoderner Historismus einander gegenübergestellt. Die städtebauliche Methode der Kritischen Rekonstruktion ist durch die internationale Diskussion global präsent. In der Publikation werden die historische Mitte Berlins und diejenige Beiruts vergleichend analysiert.

Verlag Hans Schiler, ISBN 978-3-89930-257-8, Berlin 2009, 1. Auflage, Gebunden, 345 Seiten, 50 Abb.

„Eindrucksvoll rekonstruiert die Autorin das Entstehen und die Entfaltung eines retrospektiv angelegten Diskurses um die Neuausrichtung der Stadtentwicklungspolitik. [...] Ihre schlüssigen Darlegungen tragen erheblich zur Versachlichung emotionaler Debatten im Kontext neotraditioneller Stadt und Architekturdiskussionen bei.” (Harald Kegler in PLANERIN 4/10, Seite 69)   » Langtext der Rezension ansehen

Das Gedächtnis der Stadt.

Von Boullée bis Rossi, Dortmund 2006.

Aldo Rossi (1931-1997) sprach der Architektur einen symbolischen Wert zu, dem kulturelle, autobiographische und kollektive Zusammenhänge innewohnen. Diese Werte seien der Ausdruck einer Permanenz des jeweiligen Genius loci. Rossis Überlegungen zur Permanenz des Stadtgrundrisses als Gedächtnis der Stadt wurden erstmalig von Josef Paul Kleihues im Programm für die Internationale Bauausstellung (1984/87) aufgegriffen und umgesetzt. Mittels der »kritischen Rekonstruktion« wurde die Berliner historische Mitte wiederaufgebaut. Durch die internationale Diskussion hat die Methode der »kritischen Rekonstruktion« weltweite Ausstrahlung erreicht.

Rohn Verlag, ISBN 978-3-939486-05-3, Dortmund 2006, 1. Auflage, 188 Seiten, 32 Abb.